Petition zur Umbenennung der Hanns-Martin-Schleyer-Halle


Petition zur Umbenennung der Hanns-Martin-Schleyer-Halle
Das Problem
Die Hanns-Martin-Schleyer-Halle in Stuttgart trägt den Namen eines Mannes, dessen Vergangenheit tief im Nationalsozialismus verwurzelt ist. Hanns Martin Schleyer trat am 1. Juli 1933 der Schutzstaffel (SS) bei, einer Organisation, die später im Nürnberger Kriegsverbrecherprozess als "verbrecherische Organisation" eingestuft wurde. Er stieg bis zum Rang eines SS-Untersturmführers auf, was dem niedrigsten Offiziersrang in der SS entspricht.
Während des Zweiten Weltkriegs war Schleyer in Prag tätig, wo er als Präsident der Studentenschaft des deutschen Teils der Karls-Universität fungierte. Später arbeitete er für den Zentralverband der Industrie für Böhmen und Mähren, der an der Ausbeutung der besetzten Tschechoslowakei beteiligt war.
Nach dem Krieg wurde Schleyer von den Alliierten aufgrund seiner SS-Mitgliedschaft für drei Jahre interniert. In seinem Entnazifizierungsverfahren gab er an, nur den Rang eines SS-Oberscharführers (entspricht einem Unteroffizier) erreicht zu haben, um eine mildere Bestrafung zu erwirken. Tatsächlich hatte er jedoch den Offiziersrang eines SS-Untersturmführers inne.
In der Nachkriegszeit stieg Schleyer zu einer prominenten Figur in der deutschen Wirtschaft auf. Er war Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) und der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA). Am 5. September 1977 wurde Schleyer von der Rote Armee Fraktion (RAF) entführt. Bei der Entführung wurden sein Fahrer und drei Leibwächter getötet. Die RAF forderte die Freilassung inhaftierter Mitglieder aus Stammheim, im Austausch für Schleyers Freilassung. Die Bundesregierung unter Bundeskanzler Helmut Schmidt ging nicht auf die Forderungen ein. Nach 43 Tagen in Gefangenschaft wurde Schleyer am 18. Oktober 1977 von seinen Entführern ermordet. Seine Leiche wurde am 19. Oktober 1977 in Mülhausen, Frankreich, in einem verlassenen Fahrzeug aufgefunden.
Die Benennung einer öffentlichen Halle nach einer Person mit solch einer Vergangenheit ist nicht nur unangemessen, sondern auch respektlos gegenüber den Opfern des Nationalsozialismus. Es ist an der Zeit, ein Zeichen zu setzen und die Halle umzubenennen, um sicherzustellen, dass unsere öffentlichen Räume nicht die Namen von Personen tragen, die aktiv an den Verbrechen des NS-Regimes beteiligt waren.
Wir fordern daher die Verantwortlichen auf, die Hanns-Martin-Schleyer-Halle umzubenennen und einen Namen zu wählen, der unseren demokratischen Werten und dem Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus gerecht wird.
Unterstützen Sie diese Petition und setzen Sie ein Zeichen für ein verantwortungsbewusstes Erinnern und gegen die Ehrung von NS-Tätern.
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Das Problem
Die Hanns-Martin-Schleyer-Halle in Stuttgart trägt den Namen eines Mannes, dessen Vergangenheit tief im Nationalsozialismus verwurzelt ist. Hanns Martin Schleyer trat am 1. Juli 1933 der Schutzstaffel (SS) bei, einer Organisation, die später im Nürnberger Kriegsverbrecherprozess als "verbrecherische Organisation" eingestuft wurde. Er stieg bis zum Rang eines SS-Untersturmführers auf, was dem niedrigsten Offiziersrang in der SS entspricht.
Während des Zweiten Weltkriegs war Schleyer in Prag tätig, wo er als Präsident der Studentenschaft des deutschen Teils der Karls-Universität fungierte. Später arbeitete er für den Zentralverband der Industrie für Böhmen und Mähren, der an der Ausbeutung der besetzten Tschechoslowakei beteiligt war.
Nach dem Krieg wurde Schleyer von den Alliierten aufgrund seiner SS-Mitgliedschaft für drei Jahre interniert. In seinem Entnazifizierungsverfahren gab er an, nur den Rang eines SS-Oberscharführers (entspricht einem Unteroffizier) erreicht zu haben, um eine mildere Bestrafung zu erwirken. Tatsächlich hatte er jedoch den Offiziersrang eines SS-Untersturmführers inne.
In der Nachkriegszeit stieg Schleyer zu einer prominenten Figur in der deutschen Wirtschaft auf. Er war Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) und der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA). Am 5. September 1977 wurde Schleyer von der Rote Armee Fraktion (RAF) entführt. Bei der Entführung wurden sein Fahrer und drei Leibwächter getötet. Die RAF forderte die Freilassung inhaftierter Mitglieder aus Stammheim, im Austausch für Schleyers Freilassung. Die Bundesregierung unter Bundeskanzler Helmut Schmidt ging nicht auf die Forderungen ein. Nach 43 Tagen in Gefangenschaft wurde Schleyer am 18. Oktober 1977 von seinen Entführern ermordet. Seine Leiche wurde am 19. Oktober 1977 in Mülhausen, Frankreich, in einem verlassenen Fahrzeug aufgefunden.
Die Benennung einer öffentlichen Halle nach einer Person mit solch einer Vergangenheit ist nicht nur unangemessen, sondern auch respektlos gegenüber den Opfern des Nationalsozialismus. Es ist an der Zeit, ein Zeichen zu setzen und die Halle umzubenennen, um sicherzustellen, dass unsere öffentlichen Räume nicht die Namen von Personen tragen, die aktiv an den Verbrechen des NS-Regimes beteiligt waren.
Wir fordern daher die Verantwortlichen auf, die Hanns-Martin-Schleyer-Halle umzubenennen und einen Namen zu wählen, der unseren demokratischen Werten und dem Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus gerecht wird.
Unterstützen Sie diese Petition und setzen Sie ein Zeichen für ein verantwortungsbewusstes Erinnern und gegen die Ehrung von NS-Tätern.
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Petition am 21. März 2025 erstellt